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Akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Erlangen-Nürnberg



Abteilung für Anästhesiologie


Schmerztherapie


Die Schmerztherapie unserer anästhesiologischen Abteilung widmet sich folgenden Teilbereichen:
1. Schmerztherapie nach operativen Eingriffen
2. Schmerztherapie bei akuten und chronischen Schmerzen
3. Geburtshilfliche Schmerztherapie

Schmerztherapie nach operativen Eingriffen

Schmerzen nach operativen Eingriffen müssen nicht sein! Die heute zur Verfügung stehenden Methoden gewährleisten größtmögliche Schmerzfreiheit und Sicherheit. Viele Patienten fürchten sich mehr vor den ersten Stunden nach einer Operation als vor dem Eingriff selbst. Für die Behandlung akuter postoperativer Schmerzen hat sich in den letzten Jahrzehnten ein gewaltiger Erfahrungsschatz gebildet. Es wurden wirksamere und sicherere Schmerzmittel entwickelt und neue Methoden etabliert. Daher ist ein Schwerpunkt unserer Arbeit die Bekämpfung von Schmerzen nach operativen Eingriffen.

Während der Operation und Narkose werden Maßnahmen ergriffen, welche die Entwicklung von Schmerzen nach dem Aufwachen verhindern. Nach der Operation werden die Patienten im Aufwachraum oder auf der Intensivstation weiter betreut. Dort gehört die Behandlung von Schmerzen zu den vordringlichsten Aufgaben und wird schnell und zuverlässig durchgeführt.

Bei den meisten Eingriffen profitieren die Patienten von der wiederholten Gabe von Schmerzmitteln in kleineren Mengen, bis sich die Schmerzen deutlich reduziert haben.

Bei besonders schmerzhaften größeren Operationen oder bei Patienten, die Schmerzen viel intensiver erleben als andere Menschen müssen spezielle, etwas aufwendigere Schmerztherapieverfahren angewendet werden. In diesen Fällen werden Sie bereits vor der Operation über die Möglichkeiten und die Besonderheiten dieser Methoden informiert. Bereits vor Operationen können spezielle Schmerzkatheter angelegt werden, welche die Weiterleitung von Schmerzen an bestimmten Nervenstrukturen vorübergehend unterbrechen oder reduzieren. Außerdem können spezielle Schmerzpumpen angewendet werden, bei denen die Patienten selbst in der Lage sind, per Knopfdruck Schmerzmittel abzurufen.

Die konsequente und optimierte Behandlung postoperativer Schmerzen ist eine wesentlicher Bestandteil unserer Therapie und stellt eine wichtige Grundlage für einen komplikationsfreien Verlauf nach Operationen dar. Außerdem wird dadurch die rasche Rekonvaleszenz unserer Patienten unterstützt und eine frühzeitige Krankenhausentlassung ermöglicht.

Schmerztherapie bei akuten und chronischen Schmerzen

Auf den operativen Krankenstationen werden die Schmerzen in der Regel von Ärzten der chirurgischen Abteilung oder den Belegärzten behandelt. In Situationen in denen Patienten über besonders starke Schmerzen klagen oder die Behandlung von komplizierten Schmerzzuständen erforderlich ist, wird ein Arzt der Anästhesieabteilung hinzugezogen. Dieser entscheidet in enger Kooperation mit den primär behandelnden Ärzten, wie die Schmerztherapie verbessert werden kann und ob gegebenenfalls die beschriebenen Schmerzkatheter oder Schmerzpumpen eingesetzt werden. Eine Erfolgskontrolle der Therapie wird durch regelmäßige Visiten sichergestellt.

Im Rahmen unserer stationären Schmerzbehandlung können unter anderem folgende Schmerzsyndrome behandelt werden: Schmerzen des Bewegungsapparats, Tumorschmerzen, Stumpf- und Phantomschmerzen, Ischämieschmerzen bei arterieller Verschlusskrankheit, neuropathische Schmerzen, sympathische Reflexdystrophie.

Geburtshilfliche Schmerztherapie

Häufig legen wir zur Unterstützung der spontanen Entbindung bei Schwangeren einen sogenannten Periduralkatheter an. Die Schmerztherapie über diesen Schmerzkatheter kann die oft äußerst starken Wehenschmerzen deutlich reduzieren, so dass der Geburtsverlauf für die Schwangere angenehmer wird und in einigen Fällen verkürzt werden kann. Ob dieses Verfahren im Einzelfall angewendet werden kann, entscheidet der Geburtshelfer zusammen mit der Hebamme und dem Anästhesisten.
Die Besonderheiten der Methode können rechtzeitig in einem Beratungsgespräch mit dem Geburtshelfer oder einem Anästhesisten erläutert werden, damit die Schwangere über dieses Verfahren am Geburtstermin informiert ist.

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Die Frauengesundheitswoche bei Radio F: Unsere Experten noch einmal zum Nachhören (Download)


Veranstaltungshinweis: Freitag, 25. Mai, 19 Uhr
Dr. med. Ekkehardt Bismarck, Facharzt für Urologie
„Tabuthema Blasenschwäche – Behandlungsmöglichkeiten für Frauen und Männer bei Harninkontinenz“

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